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Sonntag, 27. Januar 2013

mondyoga

eine buchbesprechung

als ich selbst vor fast 30 jahren mit dem üben von yoga begann, freute ich mich einfach, dass „turnen“ so viel freude machen und mir so gut tun konnte. zu tief saß mir die schreckliche erinnerung an die „leibesübungen“ meiner schulzeit in den knochen.

seither begleitet yoga meinen alltag. ich habe viele verschiedene lehrerInnen und unterschiedliche stilrichtungen kennengelernt. die „technik“ kann ich inzwischen gut genug, um auch alleine zu üben.

genau das aber ist es, was mir unendlich schwer fällt. allein zu hause geht es irgendwie nicht, auch wenn ausreichend zeit und schönster raum vorhanden sind. mir fehlt die energie der gruppe. eine leitung, an die ich mich abgeben kann, die mir das „denken und planen“ abnimmt - sonst kommt mein kopf nicht zur ruhe.

ich habe das home-yoga mit video versucht, mit cd, mit selbst geschriebenen listen. es hat nicht funktioniert. zeitweilig habe ich mich auf den sonnengruß beschränkt. ein paar runden gleich nach dem aufstehen sind immerhin besser als nichts.

Sabine Schmelmer, Mondyoga

im herbst 2010 entdeckte ich das blog „mondyoga“  von Sabine Schmelmer und war dermaßen beglückt, dass ich ihr eine goldene maßnahme widmete. so sehr gefiel mir die idee, täglich nicht ein ganzes programm, sondern nur wenige asanas zu üben, ganz gezielt im monatlichen zyklus des mondes.

mit der anwendung des mondkalenders im täglichen leben beschäftige ich mich seit mitte der 1990er jahre. im haushalt, beim putzen und gärtnern, bei ernährung und körperpflege richte ich mich gerne danach - und erziele damit ganz erstaunliche ergebnisse.

kein wunder, denke ich: der mond „macht“ ebbe und flut, bewegt unendliche wassermassen. auch der menschliche körper besteht zu ungefähr zwei dritteln aus wasser. warum sollte der einfluss des mondes auf das wasser und damit auf meinen körper ausgerechnet an der nordseeküste aufhören? er wirkt auf uns und alle lebewesen und pflanzen um uns herum.

nach dem mondkalender wird jedem tierkreiszeichen eine körperregion zugeordnet. mondyoga greift diese idee auf und überträgt sie auf die täglichen übungen: heute zum beispiel, an vollmond im löwen, ist der einfluss auf herz, kreislauf und blutdruck besonders spürbar.

selbst, wenn man nicht daran 'glaubt', so kann es doch nichts schaden, im vier-wochen-rund des mondes jeder körperregion einmal ganz besondere aufmerksamkeit zu widmen.

Sabine Schmelmer hat ihr mondyoga über viele jahre hinweg entwickelt, von der lose-blatt-sammlung über eine statische webseite hin zu einem fast täglich aktualisierten blog. nun hat sie ihre erkenntnisse liebevoll in einem buch zusammengefasst:

einer kurzen einführung zu yoga, mondyoga, regeln und allgemeinen hinweisen folgen die übungsvorschläge für die einzelnen tierkreiszeichen.

der große mittelteil widmet sich zunächst auf leicht verständliche weise den so wichtigen atem-asanas, die in den meisten kursen viel zu kurz kommen. danach wird jede erwähnte asana einzeln vorgestellt mit ihren positiven wirkungen. es folgt die sorgfältige erklärung der ausführung in einzelnen schritten.

wie auf der webseite illustriert Sabine Schmelmer auch im buch alle übungen mit fotos ihrer treuen gliederpuppe Karlheinz - die in ihrer reduzierten optik sich auf das wesentliche beschränkt: die bilder wirken ganz schlicht - und sind doch einzigartig kunstvoll angefertigt - mit großem wiedererkennungswert:

Yoga mit Gliederpuppe Karlheinz
© Sabine Schmelmer

abgerundet wird das buch durch einen anhang mit zeichenerklärungen sowie - sehr praktisch! - mondkalendern für die nächsten zwei jahre.

für mich ist dieses buch eine große bereicherung. wie ein geländer unterstützt und begleitet es bei der täglichen übung, gibt wechselnde impulse und hilft der erinnerung auf die sprünge, wenn die genaue ausführung einer asana einmal verlorenging.

als yoga-geübte mit vorerfahrung passe ich genau in die zielgruppe: für neulinge ist dieses buch allein nicht ausführlich genug. es ersetzt weder den achtsam korrigierenden yogalehrer noch einen yogakurs. und - nur damit niemand auf dumme gedanken kommt: das üben nach diesem buch erfolgt selbstverständlich auf eigene gefahr.

Sabine Schmelmer, Mondyoga - Ein Übungsprogramm im Rhythmus mit der Natur ist erschienen bei Bloggingbooks, Saarbrücken 2012, ISBN 978-3-8417-7047-9; erhältlich im buchhandel eures vertrauens und kostet derzeit 29,00 €.
empfohlen vom Büro für besondere Maßnahmen!


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Mittwoch, 23. Januar 2013

zuversicht

ein wortgeplänkel

es ist januar. im tal hängt ein undurchsichtig grauer himmel, aus dem es nasses, gefrorenes zeugs auf die kalte erde schmeißt. seit wochen schon.

der job ist gekündigt, das konto leer, neue aufträge sind nicht absehbar.

„zuversicht“ heißt das zauberwort der stunde. ach, was sage ich?! des tags! der woche! des monats! des jahres! meines ganzen lebens gar!

die ersten tulpen 2013 - porzellanrosa geflammt

ohne zuversicht geht nichts. an tagen wie diesen, wenn alles grau in grau versinkt, wenn es nicht hell werden will, weder draußen noch in meinem herzen - dann ist ihr allerdings nur schwer beizukommen.

zuversicht, was ist das eigentlich?

„optimismus“, sagen die einen - „glauben an das gute“, sagen die anderen. es könnte aber auch ein gefühl sein. oder eine lebenseinstellung. ein flüchtiger gedanke oder eine charaktereigenschaft: „vertrauen in den eigenen weg“ - so würde ich es wohl selbst umschreiben. aber ist das nun ein knubbel im kopf? oder eher eine windung im darmhirn?

mag sein es ist - wie eine gute freundin es einmal formuliert hat: „die fähigkeit, positiv zu denken angesichts schwieriger lebensumstände“

ja, das trifft es wohl. aber was tun, wenn schon wieder etwas schief geht, das mit so viel erwartungsvoller energie gestartet wurde? was tun, wenn die kraft nicht ausreicht, um den widrigen lebensumständen die stirn zu bieten?

„man muss an so vielen fronten stark sein“ - sagte eine kollegin, als wir beim mittagessen in der verlags-kantine über die verschiedenen lebensaufgaben sprachen. und sie, die sonst immer alle herausfordernd anblitzt, senkte resigniert den blick.

"so viele fronten", sagte sie. nicht nur ein einzelner kampf, zu dem sie herausgefordert ist. für solche fälle gibt es das wort „zuversicht“ auch im plural. „zuversichten“ heißt es dann. so kann man für jede einzelne front eine eigene zuversicht haben, dass man den kampf gewinnt - oder zumindest locker und lebendig durchkommt.

wieviele zuversichten braucht der mensch? und wieviele hat er? werden sie uns in die wiege gelegt? kriegt jedeR gleich viel? sind unsere zuversichten irgendwann alle aufgebraucht? woher kriegen wir dann neue? basteln wir zuversichtlich welche selbst? werden zuversichten in fabriken hergestellt, und wir müssen sie dann kaufen? oder werden zuversichten gezüchtet und vermehrt, geerntet oder geschlachtet und auf dem wochenmarkt angeboten? kriegen wir sie vielleicht geschenkt? oder gilt „wenn weg, dann weg“ - wie bei besonders günstigen und nur begrenzt vorrätigen sonderangeboten? müssen wir gut auf sie aufpassen? etwa in den kühlschrank legen, damit sie länger halten? oder in einen blumentopf pflanzen, damit sie gut gedeihen?

wenn es zuversichten im plural gibt, sind die dann alle gleich? oder gibt es für jede lebenslage eine andere zuversicht, große und kleine, dicke und dünne, rote und gläserne und eckige und heiße? woher weiß ich, welche art von zuversicht für meine aktuelle lebenssituation die jeweils bestmögliche ist?

und falls ich die benötigte art von zuversicht gerade nicht vorrätig habe, woher kriege ich die dann? kann man sie überhaupt vorrätig haben? oder nimmt man lieber eine frische?

wenn das alles so kompliziert ist mit den zuversichten, wäre es dann nicht besser, gleich auf sie zu verzichten? ökologischer? nachhaltiger? wohin wird eigentlich eine nicht mehr benötigte bereits benutzte zuversicht entsorgt? kann eine qualitativ hochwertige zuversicht sich nach gebrauch in ihr gegenteil verkehren und irgendwo-irgendwann-irgendeinen schaden anrichten? brauchen wir ein produktmanagement und eine DIN-zertifizierung?

man ist ja lieber vorsichtig mit solch ungreifbaren begriffen ...

und doch … irgendwo höre ich es leise flüstern. ich verstehe jedes wort, auch wenn ich es nicht immer glauben kann. aber ich bin ganz sicher: die zunge meiner rheinländischen kindheit lügt nicht.

artikel 3 des kölschen grundgesetzes lautet:
„et hät noch emmer joot jejange“
(es ist bisher noch immer gut gegangen)

und das ist für mich der inbegriff aller zuversicht - ganz egal, ob in der luxus- oder in der alltagsversion!

Mittwoch, 9. Januar 2013

die göttin vergessen

kommen reisende mit dem schiff übers mittelmeer, so leuchtet die kleine stadt Selimiye an der pamphylischen küste schon von weitem:

Apollon-Tempel - Side (Türkei)

der apollon tempel wurde römisch erbaut im 2. jahrhundert vor unserer zeit, byzantinisch zerstört etwa 500 jahre später - und vor rund 30 jahren eigens für die touristen als fassade wieder hergerichtet im postmodernen ruinenstil. dazu wurden die besterhaltenen stücke aufeinander gestellt wie der klötzchenbaukasten. lücken und wackelnde elemente wurden aufgefüllt mit zement und beton.

der rest liegt mehr oder weniger sortiert herum. des riesige marmorpuzzle wird erschwert durch den umstand, dass es ursprünglich einmal zwei tempel waren, viele originalstücke längst verschwunden sind, gesichtete teile erst kürzlich nummeriert wurden und zwischendurch auch noch eine bischofsbasilika am selben platz stand.

vom zweiten, größeren tempel ist heute fast nichts mehr zu sehen. ein paar fundamente noch, abgewetzte säulensockel. man stolpert drüber und merkt doch nicht, wie wichtig der platz einmal war:

das heiligtum von athene, patronin des seehandels und verehrt als schutzgöttin der antiken hafenstadt Side. hauptamtlich war athene zuständig für die ressorts weisheit, strategie und kampf, nebenbei auch noch für kunst, handwerk und handarbeit.

athene galt als klug und intelligent; als streitschlichterin, die nur in den krieg zog, wenn er sich nicht vermeiden ließ. sie hat keinen ihrer kriege verloren und zählt zu den drei 'jungfräulichen' göttinnen: wie hestia und artemis war auch athene nicht 'verheiratet' und auf keinen mann angewiesen. eine starke frau also.

bevor ich mich auf den weg ins türkische side machte, wusste ich schon, dass es ihren tempel nicht mehr gibt. an seiner stelle sei nun ein café, las ich irgendwo. voller vorfreude sah ich mich täglich in diesem café sitzen mit blick aufs meer, ausgerüstet mit stift und notizbuch meinen kaffee trinken und - athenens göttliche energie tanken! tja. pustekuchen! nach dem café suchte ich lange, weil da keines ist.

auch nach dem platz, an dem der athene-tempel einst stand, suchte ich lange. weil er so nichtssagend ist, dass alle einfach drüberlatschen. dabei ist es direkt neben dem wiederhergestellten apollon-portal: ein paar weiß-rote absperrgitter um bettgroße ausgrabungen und viel freier platz drumherum. that's it.

bis ich das wusste, habe ich eine menge menschen danach gefragt. es war ein richtiger 'athene in side spurlos verschwunden'-krimi ....

ich fragte einen türkischen reiseführer, der einer deutschen reisegruppe das antike ensemble erklärte. athene kam nicht darin vor. auf mein nachfragen antwortete er sehr herablassend, dass es an dieser stelle immer nur einen apollon-tempel gegeben habe. niemals einen athene-tempel.

wie ich später herausfand, stand er dabei genau vor dem blechschild, auf dem mehrsprachig erklärt wird, wie die beiden tempel früher einmal angeordnet waren. er verdeckte es mit seinem sonnenschirmchen.

ich fragte andere touristInnen: nichts als ahnungsloses schulterzucken. „athene? nein? hier ist nur ein apollon-tempel.“ was nicht zu sehen ist, das existiert auch nicht.

ich fragte die laden- und restaurantbesitzer entlang der angrenzenden einkaufsstraße. sie wollten mir alle etwas verkaufen, mir einen heißen tee oder einen frisch gepressten granatapfelsaft servieren. ich wollte weder tee noch teppich, blieb stur und erntete hohn und gelächter.

„einen athene-tempel? nein, den haben wir nicht, hatten wir noch nie. niemals nicht. wo soll das sein?“

athene ist schon längst nicht mehr der rede wert. sie wurde erst vom christentum, dann vom islam für entbehrlich gehalten und ist in vergessenheit geraten.

ich fand den ort der göttin am späten nachmittag, als ich mir die alten steine rund um apollon noch einmal ansah; ich entdeckte die blechtafel mit dem grundriss und - abseits an die mauer der ehemaligen basilika gelehnt, noch ohne festen platz - eine weitere blechtafel mit ein paar erklärenden worten.

Tempel der Athene, Side

athenes heiligtum stand - ebenso wie das ihres männlichen kollegen aus dem olymp* - an exponierter stelle. es muss gigantisch schön und sehr beeindruckend gewesen sein, beide tempel nebeneinander zu sehen.

ich wage zu behaupten, dass man dem platz - auf der vordersten landzunge der schmalen halbinsel mit einem rundum-ausblick aufs meer - die göttliche energie bis heute anmerkt. das war für mich ein großer kraftort. so oft wie möglich war ich dort, saß oder stand einfach so herum. beobachtete das volk. spürte vergangene zeitalter und hörte die götter tuscheln.

apollon begegnete ich in der vollmondnacht: er kam als großer weißer hund, platzierte sich majestätisch auf einer halben marmorsäule und zeigte mir sein schönes profil. sehr lange saß er unbeweglich so da. ich habe ihn den platz nicht verlassen sehen.

athene kam als kleine, schwarz-grau gestromte katze. sie besuchte mich täglich im hotel, schlich über den balkon in mein zimmer. schnurrend berichtete sie, wie zwei verehrungslose jahrtausende an ihr vorüberzogen. sie hat nichts verloren. weder von ihrer schönheit, noch von ihrer macht.



ps.*
der olymp, übrigens, oberhaus der griechischen zwölfgötter, war ganz paritätisch besetzt - gleichermaßen gegendert - mit sechs göttinnen und sechs göttern. daran sollten sich regierungen, aufsichtsräte und andere männerclubs der gegenwart ein beispiel nehmen. die frauenquote ist keineswegs eine erfindung der neuzeit. seit jeher gehört uns die hälfte des himmels.

Montag, 7. Januar 2013

granatapfelsaft

besondere maßnahme no. XXVI

es ist doch schön, auf einem planeten zu leben, der so wunderbar vielfältig ist, dass auch nach einem halben jahrhundert aufenthalt hier immer noch täglich dinge vorkommen können, die nie zuvor gesehen gehört geschmeckt gespürt waren.

türkischer Granatapfelsaft, frisch gepresst

mein neuestes highlight ist … dieser tiefst dunkelrote, köstlich süßherbe frisch gepresste granatapfelsaft. besonders lecker fand ich ihn (das ist auf dem bild nicht zu sehen, gehörte aber zum gesamtarrangement) mit meeresrauschen im ohr, einer sanften brise auf der haut, einer schnurrenden katze auf den knien und serviert von einem charmanten lächeln südländischer herkunft.

das alles gibt es für nur einen euro am strand westlich von side, türkisches mittelmeer: am unbebauten teil hinter den ruinen der antiken stadt.

warum ausgerechnet da? in der touristen-hochburg von germanisch-türkien schlechthin, wo sonnenhungrig reisende ausgenommen werden wie hierzulande die weihnachtsgans?

nun, das kleine business am unbevölkerten beach war eine erholsame ausnahme vom ausgenommen werden. da standen einfach ein paar stühle vorne am strand, drei meter von der wasserkante weg, wo ich (wie aufmerksame blogleserInnnen wissen) egal an welchem strand der welt gerne mit nackten füßen genüßlich kilometerlang am meer entlang plitsche: meine lebenslange lieblingsbeschäftigung, zu der ich leider viel zu selten komme.

die händler in side sind - so hörte ich sagen - die dreistesten der ganzen türkei, was nepp und kundenfängerei angeht. ob das so stimmt, kann ich nicht bestätigen, weil ich nicht sehr viele orte in der türkei kenne. dass aber die händler in side bisweilen unverschämt, überteuert und sehr unangenehm klebrig sein können, habe ich selbst erlebt. „mein“ granatapfelsafthersteller und -verkäufer war eine rühmliche ausnahme.

Granatapfelsaftproduktion am Strand von Side

herr serdar saß hinter seinem tisch mit blick aufs meer und wartete geduldig auf kundschaft. kein rufen kein säuseln kein brüllen kein palaver kein überreden kein geschwalle keine blumigen versprechungen und erst recht kein beleidigtes schimpfen, wenn man das angebot nicht wahrnehmen wollte. sein saft kostete einen euro - wie überall sonst auch. ich darf daran erinnern, dass es hierzulande für einen euro mal gerade einen granatapfel gibt - wenn er günstig ist.

ich mochte die schlichtheit seiner ausrüstung auf dem leicht verwitterten kunststofftisch: die schon etwas rostige aber funktionstaugliche saftpresse, das obst auf dem einem tablett, auf dem anderen gläser, strohhalme und servietten; das vom blutroten saft getränkte holzschneidebrett mit den vielen schnittnarben vom großen messer. sonst nichts.

side im späten herbst. saftdurstige touristen gab es an dieser stelle des strands nicht mehr viele. in den oft langen pausen kraulte der mann seinen strandkater romeo. bei einem späteren besuch überließ er ihn mir vertrauensvoll.

Granatapfelsaftproduzent mit Firmenkater Romeo

„efendi nar suyu” - mister pomegranate juice am herbstlichen mittelmeer, sanfte brandung und kribbelnder sand zwischen meinen nackten zehen, blutroter saft und katze. das war mein kleines paradies.

meinen saft übrigens habe ich ganz alleine getrunken. nie, niemals! käme ich auf die idee, mein stück vom paradies mit einem mann zu teilen. wir wissen ja, was für eine katastrophe biblischen ausmaßes dabei herausgekommen ist: eva war einfach zu nett, als sie ihren paradiesischen granatapfel mit adam teilte.


PS.
zu hause im südwesten der republik ist übrigens die firma Jacoby der saftladen meines vertrauens: regional und bio seit bald 100 jahren - quasi bei mir um die ecke. die haben einen - wie ich finde - sehr guten und vor allem bezahlbaren granatapfelsaft im angebot. (nein, dies ist keine werbesendung. zumindest keine bezahlte.)
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